Und wieder musste die Polizei sie laufen lassen
Die drei volltrunkenen Koreaner stehen kurz nach dem Crash an ihrem ramponierten Mercedes und wirken sichtlich gelassen.

Tatort Gneisenaustraße in Kreuzberg. Es ist Donnerstagmorgen, 1.30 Uhr. Ein schwarzer Mercedes rauscht die Straße entlang. Plötzlich verliert der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, fährt einige Begrenzungssteine um, touchiert einen Baum und fährt schließlich auf einen Betonpfeiler auf.
Als mehrere Polizisten am Unfallort eintreffen, staunen sie nicht schlecht: Statt geschockter Unfallopfer torkeln drei betrunkene Koreaner durch die Gegend. „Die Typen waren so hacke, dass sie sich gegenseitig stützen mussten, um nicht umzufallen“, so ein Augenzeuge.
Normalerweise bedeutet das: Blutentnahme, Anzeige, Lappen weg. Normalerweise. Denn in diesem Fall waren den Beamten die Hände gebunden. Die drei Männer sind Diplomaten, stehen somit außerhalb des Gesetzes.
Einer der drei soll ein "hohes Tier" der südkoreanischen Botschaft sein. Bei der Botschaft war gestern niemand zu einer Stellungnahme bereit. So bleibt im Unklaren, was die Diplomaten dazu brachte, sturzbetrunken mit einem Dienstwagen durch Berlin zu donnern.
Den Wagen ließen die drei Männer stehen und gingen zu Fuß weiter. Doch getrunken hatten sie offenbar immer noch nicht genug: Sie verschwanden fröhlich in einer nahe gelegenen Karaoke-Bar und feierten weiter.
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