Samstag, 8. März 2008

Obama beansprucht Sieg in Texas

Mehr Delegiertenstimmen als Clinton wegen komplizierten Wahlsystems? Washington - Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat das Lager von Barack Obama den Sieg in Texas für sich beansprucht. Laut Wahlkampfteam gewann Obama dort die meisten Delegiertenstimmen, auch wenn Hillary Clinton bei der Vorwahl mit 51 Prozent die meisten Wählerstimmen einfahren konnte. Obama gewann fünf Delegiertenstimmen mehr, wie sein örtlicher Wahlkampfmanager Adrian Saenz sagte. Möglich ist dieses Ergebnis wegen des komplexen Vorwahlsystems: Bei den texanischen Demokraten verbindet es Komponenten einer klassischen Vorwahl (Primary) mit Wahlversammlungen (Caucuses). Etwa zwei Drittel der 193 Delegiertenstimmen des Staates für den Nominierungsparteitag im August wurden tagsüber in den Primaries per einfache Stimmabgabe in Wahllokalen bestimmt. Das restliche Drittel wurde in Caucuses bestimmt, zu denen sich Parteianhänger nach Schließung der Wahllokale an mehr als 8000 Orten in Texas persönlich einfanden. Bei diesen Caucuses holte offenbar Obama wesentlich mehr Stimmen. Einer TV-Umfrage zufolge würde sowohl Obama als auch Clinton den republikanischen Konkurrenten John McCain schlagen. Allerdings wurde die Umfrage vor den Vorwahlen in Texas gemacht.

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