Samstag, 25. Oktober 2008

Jörg Haiders Witwer: Die Tränen von Stefan Petzner

Der Rechtspopulist Jörg Haider, sein Witwer Stefan Petzner und die Öffentlichkeit: Was gerade in Österreich und anderswo geschieht, ergibt in seiner Gesamtheit ein Schmierenstück.

JAN FEDDERSEN

Das Offensichtliche wurde ignoriert: Haider und Petzner waren ein Paar

Liest man dieses öffentlich dargebotene Stück mit einer Perspektive, die falsche Tränen von echten unterscheidet, wählt man eine Blickrichtung, die wahre Betroffenheit ermessen möchte, lohnt es sich, Bilder von der Trauerfeier Jörg Haiders anzuschauen. Was da in Klagenfurt zu sehen war, kommt einer Gegendiagnose zu Alexander Mitscherlichs "Unfähigkeit zu trauern" nah. Zehntausende von Österreichern weinten um einen ihnen extrem Beliebten.

In privater Hinsicht aber weckte freilich nur eine Person jene ein Publikum immer ein wenig beschämende Trostlosigkeit, die Trauer immer birgt: Und das war nicht die nominelle Witwe Claudia Haider, sondern der Partner Stefan Petzner.

Hemmungslos weinte er um den Verlust eines Geliebten, den er nun in Interviews als "Mann seines Lebens" bezeichnete. Seine Tränen waren erkennbar nicht die eines Mannes, der einen politischen Alliierten oder Lehrer verlor. Petzners erschütternde Reaktion bewiesen ihn als ersten und wichtigsten Hinterbliebenen.

Und was wird trotz dieser Bekenntnisse medial transportiert? Ein schmieriges Stück von verhohlenem Beschweigen und mit einem Vokabular, das den Fünfzigerjahren geziemt hätte - aber heute? Petzner und Haider waren ein Paar.

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Tränen während Haiders Beerdigung: Sein Witwer Stefan Petzner

Eines, das sich dem Vernehmen nach unmittelbar vor dem Crash des Seniorpartners heftig in der Wolle hatte - wie es in tausenden von Ehen passiert. Sie haben, das legt die Rekonstruktion der letzten Stunden des Verunglückten nahe, einen bösen Konflikt gehabt; nicht unüblich bei allen Partnern und Gatten; das Normale quasi, wenn zwei, die als Paar eine Welt teilten, einander zu verlieren drohen.

Haider und Petzner waren seit Langem liiert, und Petzner hat dies nie verschwiegen. Allein: Das (überwiegend) heterosexuelle Publikum mochte es nicht zur Kenntnis nehmen; Haider selbst war kein Typ, sich damit zu outen, dass er morgens lieber mit einem Mann aufwacht - aber er hat es auch nie dementiert. Warum das so war?

Die heterosexuelle Öffentlichkeit mag diese Offensichtlichkeiten nicht. Selbst wenn nun von Interviews geredet wird, in denen Petzner ihre schwule Beziehung bestätigt, darüber schrieb noch gestern in Österreich niemand, und zu sehen oder zu hören ist dieses Interview bisher noch nicht.

Nur in der Irish Times werden seine Worte als das bezeichnet, was sind sind: eine Bestätigung der Beziehung. Überall sonst werden selbst die offensichtlichen Bekenntnisse nicht als solche gewertet. Als ob Petzner vor lauter Trauer nicht wüsste, was er sagte.

Das Offensichtliche zu sehen, das Paar Haider und Petzner, war schwierig: Ein Mann liebt einen Mann liebt einen Mann. Aber man wolle sie nicht outen, wohinter sich das ehrenwerte Motiv verbirgt, einer Person nicht schaden zu wollen.

Weil ein Outing ja eine üble Wirkung haben könnte. Doch das ist eine Unterstellung, nichts weiter. Denn in Wahrheit will man nicht anerkennen, dass Homosexuelle in ebenso verliebten, abtörnenden, öden, wieder auflebenden oder absterbenden Beziehungsverhältnissen leben wie Heterosexuelle.

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Gemeinsamer Auftritt: Stefan Petzner und der "Mann seines Lebens".

So wurde aus Mediensicht das Offensichtliche in Sachen Haider und Petzner einfach ignoriert. Da schrieb die Süddeutsche Zeitung von "homophilen" Neigungen Haiders. Würde man eine Liebschaft eines Mannes mit einer Frau als "heterophile Neigung" bezeichnen?

Haider sollte nicht schwul sein und Petzner jetzt als Heulsuse verächtlich gemacht werden. Das im Übrigen aktuell mit Erfolg. Petzner wurde nicht, wie von Haider gewünscht, zu seinem Nachfolger als BZÖ-Fraktionschef im Parlament gewählt. Wohl auch, weil er sich allzu sehr als Witwer dargestellt hat. Als Kumpan war er wohl recht, als Witwer nicht mehr satisfaktionsfähig.

Das ist wenigstens ehrlich: Da wurde einer politisch durch die Erbmasse wie durch eine selbst angeschubste Geröllmasse erschlagen. Unehrlich hingegen: die Diffamierung des Schwulseins. Es war die österreichische Autorin Elfriede Jelinek, die Haider schon vor Jahren outete - und zugleich einen Zusammenhang mit homoerotisch-nationalsozialistisch Gefühlsseilschaften insinuierte.

Die Linke kennt sich bei dieser ideologischen Zuweisung aus: Nach Hitlers Machtübernahme schrieben KP-nahe Autoren, der Faschismus sei eine homoerotische Kumpanei. Auch hier darf anderes als wahr gelesen werden: Hinter Haider als Rudelführer der österreichischen Rechtspopulisten standen nicht mehr Männer als hinter jedem heterosexuellen Politik-Alphatier, heißt es nun Berlusconi, Bush oder Brown.

Bei Haider unterstellte das Publikum, entsetzt, dass er irgendwie nicht so recht heterosexuell spielte, nur Schlüpfriges. Und kultivierte so eine tiefe Furcht vor dem homosexuellen Gegenüber. Der weinende Petzner macht niemandem Angst. Die Deutlichkeit seiner Worte wird übergangen.

Freitag, 24. Oktober 2008

Bundespolizei ermittelt gegen Schaffnerin

In der Bahn-Zentrale ist man sich einig, die Vorschriften sind klar: Die Bahnbedienstete hätte das Mädchen ohne Fahrkarte nicht einfach aussetzen dürfen. Augenzeugen berichten, dass sich die Frau zudem extrem stur verhielt.

Das Verhalten einer Bahnbediensteten gegenüber einem Mädchen, das keine Fahrkarte hatte, wird ein juristisches Nachspiel haben. Wegen des Aussetzens der Zwölfjährigen auf dem Bahnhof Parkentin in Mecklenburg-Vorpommern ermittelt nun die Bundespolizei gegen die Schaffnerin. Die Zugbegleiterin war wegen ihres offensichtlich falschen Handelns zunächst vom Dienst suspendiert worden.

«Wir prüfen im Auftrag der Staatsanwaltschaft, ob eine strafrechtlich relevante Verfehlung vorliegt», sagte eine Sprecherin der Bundespolizei in Rostock am Freitag. Zu diesem Zweck wurden Zeugen gesucht. Den Bahn-Bestimmungen zufolge dürfen Minderjährige nicht einfach wegen Schwarzfahrens aus dem Zug gesetzt werden. Die Zugbegleiterin hätte das Mädchen der Bundespolizei übergeben müssen.

«Stören Sie die Amtshandlung nicht»

Das Mädchen war Montagabend auf dem Weg von Bad Doberan zur Musikschule in Rostock unterwegs gewesen und musste wegen einer fehlenden Fahrkarte bei anbrechender Dunkelheit und mit einem schweren Cello auf dem Rücken fünf Kilometer vom Bahnhof Parkentin nach Hause laufen. Die Schaffnerin hatte die Minderjährige des Zuges verwiesen, obwohl Mitreisende für die 2,90 Euro für eine Karte zahlen wollten. «Ich sollte die Amtshandlung nicht stören», zitierte der Mitreisende Fred Zuppke im «Hamburger Abendblatt» die Schaffnerin.

Das Mädchen habe das von der Mutter bereitgelegte Geld vergessen, dies aber erst im Zug bemerkt, sagte die Urgroßmutter Irmgard Kummer dem Blatt. Als die Schülerin am Bahnhof ausgesetzt worden war, habe sie versucht, ihre Eltern und ihre Uroma anzurufen, aber niemanden erreicht. Dann sei sie zu Fuß gegangen - gut eine Stunde. «Sie hat kein Fahrzeug angehalten, schließlich hat ihre Mutter ihr immer gesagt, sie dürfe nicht in fremde Autos einsteigen», sagte Kummer dem Blatt.

Entsetzen in der Bahn-Zentrale

Die Deutsche Bahn und die Mutter haben sich inzwischen über einen Ausgleich verständigt. Die Bahn habe sich mit einem Blumenstrauß und einer Fahrkarte für den Vorfall entschuldigt, sagte ein Unternehmenssprecher. Details zum Umfang der Leistung wollte er nicht nennen, sie sei aber umfangreicher als das zunächst versprochene Länderticket im Wert von 25 Euro. «Wir haben uns geeinigt, wie wir das wiedergutmachen können.»

In der Berliner Bahn-Zentrale war das Entsetzen über das Verhalten der Mitarbeiterin groß. «Börsengang abgesagt, ICE-Züge wegen Sicherheitsüberprüfungen überfüllt - da hat uns so etwas gerade noch gefehlt», war der Tenor. Kopfschütteln herrschte auch darüber, dass die Schaffnerin sich trotz aller Schulungen über diese elementare Regel hinweggesetzt hat.

Die Vorschrift, die sie hätte beachten müssen, sei in dem Regelwerk für Bahn-Mitarbeiter festgelegt, das auf der Eisenbahn-Verkehrsordnung aufsetzt. Dieses kennt jeder Mitarbeiter in Personenzügen der Bahn von der Regionalbahn bis zum ICE. Ein Bahnsprecher bezeichnete den Vorfall als extremen Einzelfall. Jeden Tag befördere die Bahn rund sieben Millionen Kunden. «Wir nehmen das sehr, sehr ernst», sagte er.

Kurzzeit-Entführung macht Ermittler ratlos

Die Frau war aus dem Büro gekidnappt und einige Stunden später wieder ausgesetzt worden - hunderte Autobahnkilometer entfernt. Man glaube dem Opfer, sagt die Staatsanwaltschaft. Obwohl gegen sie ein Ermittlungsverfahren läuft.

Der Schreck beim Opfer sitzt noch tief. Nur wenige Stunden nach dem unblutigen Ende der Kurzzeit-Entführung einer 46 Jahre alten Geschäftsfrau aus dem badischen Lörrach gehen die Ermittler ersten Spuren nach. Am Freitag gaben sie in Lörrach Einblicke in die Tat und die möglichen Hintergründe. Die Entführung war offenbar eine Warnung an das Opfer und dessen Familie. «Die Täter sagten am Ende der Entführung zu der Frau, dass dies eine Warnung sei und ihr Mann sich einen anderen Arbeitsplatz suchen solle», berichtet Polizeisprecher Dietmar Ernst. Zudem solle sie auf ihre Familie aufpassen.

Die 46-Jährige war am Mittwochabend aus ihrem Lörracher Büro von drei unbekannten Männern verschleppt worden. Am Donnerstagmorgen fand man sie gefesselt und geknebelt im 540 Kilometer entfernten Dortmund.

Die Frau, der von den Entführern Beruhigungsmittel verabreicht wurden, war bis auf einen Schock unverletzt geblieben. Nach ihrer Befreiung stellte sie sich den Fragen der Ermittler. Aufklärung brachte dies nicht. Von den Tätern fehlt jede Spur.

Ermittlungsverfahren gegen Ehepaar

Das Ehepaar, das ein Kind hat, lebt in Basel. Die Frau ist Deutsche, ihr Mann Schweizer. Beide sind in der Aus-, Weiter- und Fernbildungsbranche tätig. Und zwar im selben Firmengeflecht. Gegen das Ehepaar läuft bei der Mannheimer Schwerpunktstaatsanwaltschaft ein größeres Ermittlungsverfahren. Bei diesem geht es unter anderem um Steuerhinterziehung und Verletzungen des Urheberrechtes. «Es muss nun geprüft werden, ob ein Zusammenhang zwischen dem Verfahren und der Entführung besteht», sagt Oberstaatsanwalt Dieter Inhofer. Darauf wollen sich die Beamten konzentrieren. «Wir halten ein rein privates Motiv für unwahrscheinlich», meint Polizeisprecher Ernst.

Inwieweit die Familie auch jetzt noch einer konkreten Gefährdung unterliege, werde derzeit geprüft, sagt Ernst. Möglich sei, dass die Familie unter Polizeischutz gestellt werde. Dies falle jedoch in die Zuständigkeit der Schweizer Behörden.

Unordentlicher Arbeitsplatz

Bei der Suche nach den Tätern verfolgt die Polizei derzeit noch keine heiße Spur. Die Frau hatte ausgesagt, die drei Männer noch nie zuvor gesehen zu haben. «Und wir haben derzeit keinen Grund, an den Aussagen des Opfers zu zweifeln», sagt Ernst.

Der Ehemann hatte am Mittwochabend gegen 22 Uhr die Polizei verständigt. Als seine Frau nicht nach Hause gekommen war, hatte er im Büro nachgeschaut und den Arbeitsplatz «unordentlich und verlassen» vorgefunden. Dies hatte ihn beunruhigt.

Ermittlung auf Hochtouren

Die etwa zehnstündige Entführung erfolgte nach momentanen Erkenntnissen der Polizei in einem schwarzen Kleintransporter. Sie endete unter einem Baum an einer Hauptstraße im Dortmunder Stadtteil Marten, wenige hundert Meter von einer Autobahnauffahrt zur stark befahrenen Autobahn 45 entfernt. Diese gilt als eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen.

Die Lörracher Polizei hat eine 15-köpfige Ermittlungsgruppe eingesetzt. «Wir ermitteln auf Hochtouren und hoffen auf weitere Zeugenaussagen», sagt Ernst. Davon werde abhängen, ob die Täter gefunden werden können.

(Stefan Ummenhofer)

Deutsche Post verweigert die Auslieferung von pro-Köln-Zeitungen

Über die Ereignisse vor und während des Anti-Islamisierungs-Kongresses wollte pro Köln die Bürger mit 300.000 Postwurfsendungen "aufklären". Dummerweise weigert sich die Deutsche Post nun aus inhaltlichen Gründen, die Broschüren auszuliefern. Somit stecken die Sendungen nun seit zwei Tagen in einem bayerischen Verteilzentrum fest.

In einem Schreiben an "Biedermanni" Manfred Rouhs bemängelt die Post "eine persönliche Diffamierung des Kölner Oberbürgermeisters Fritz Schramma". Die Wahrheit dieser Aussagen sei nicht ersichtlich und die Post-Bediensteten würden sich mit der Zustellung der Zeitungen an einer Straftat beteiligen. Zudem fordert sie pro Köln auf, in Zukunft etwaige Werbemittel im Vorfeld der Post "zur vorherigen Einschätzung und Prüfung" vorzulegen.

Schon der reißerische Titel der Postwurfsendung mag an die Proklamierung des neuesten Blockbusters erinnern: "(Pro) Köln im Ausnahmezustand: 20.9.2008 - Der Tag, an dem Köln die Demokratie verlor". Dazu ein Hintergrundbild, das ebenso einer Dokumentation über die Pogrome in Hitler-Deutschland entstammen könnte - kurzum eine Propoganda-Sülze der übelsten Sorte. Dazu will pro Köln 300.000 Haushalten die Wahl von Markus Beisicht ans Herz legen - denn: "SIE sind gegen IHN, weil ER für EUCH ist!".
Seine Argumente zielen dabei ausschließlich auf die Instrumentalisierung von Schrammas "Missetaten" für pro-Köln-Zwecke ab. So wird Schramma als untragbarer Bürgermeister dargestellt, der "für Misswirtschaft, eine ausufernde Kriminalität und Bürgerfeindlichkeit" stehe. Zum Abschluss der Hetzschrift darf selbstverständlich die übliche Petition "für Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Köln" nicht fehlen.


Auf das Schreiben der Deutschen Post reagiert pro Köln wie gewohnt in der Manier einer beleidigten Leberwurst. Auf deren Internetseite bezeichnen die Rechtspopulisten die Aktion der Post als Anmaßung und Unglaublichkeit; juristische Schritte würden sie "auf jeden Fall" einleiten. Sie seien fassungslos und befürchten schon die Verweigerung der Strom- und Lebensmittelversorgung.
Hiermit nun die Aufforderung an die Stadtwerke Köln GmbH und alle Lebensmittelläden, Supermärkte und Kaufhäuser der Stadt: Tut pro Köln doch wenigstens den Gefallen und bestätigt deren Befürchtung!

Damit sie doch immerhin ein einziges Mal ein wahres Wort in den Mund genommen haben...

Madonna-Biografie vom kleinen Bruder: «Sogar beim 'ersten Mal' übertraf sie mich»

Wie demütigend es sein kann, mit Madonna verwandt zu sein, das beschreibt Christopher Ciccone in seinem Buch «Meine Schwester Madonna und ich». Ein Buch, das für den kleinen Bruder der «Queen of Pop» Geldquelle und Therapie zugleich ist, meint Bettina Cosack.

Fleisch ist verboten, Milch, Zucker und Salz ebenso. Misosuppe lässt die Hausherrin gelten, gedünsteten Fisch, Hülsenfrüchte. Madonna, die Perfektionistin, hat es Guy Ritchie, von dem sie alsbald geschieden werden wird, in Ernährungsfragen nicht leicht gemacht, wenn man den rachegetränkten Angaben aus dem Lager des britischen Regisseurs glauben darf. Die Popsängerin soll sich des weiteren nachts stets in einem Plastikanzug schlafen legen, damit Luxus-Lotionen besser in ihren durchtrainierten Luxus-Körper einziehen können. Was Ritchie nicht allzu viel ausgemacht haben dürfte. Madonna im Arm zu halten, soll er geklagt haben, sei so, als kuschele man mit einem Stück Knorpel. Soviel zu den Beschwerlichkeiten des Londoner Ehelebens in Zeiten der Fitness-Diktatur. Ritchie, der ein echter Kerl sein will und kein Misosuppenesser, ist inzwischen ausgezogen.

Wohl wahr, Männer haben es schwer im Schatten durchsetzungsfähiger Frauen. Wie demütigend es sein kann, mit Madonna verwandt zu sein, das beschreibt Christopher Ciccone in seinem Buch «Meine Schwester Madonna und ich», das heute in Deutschland erscheint. Auch Ciccone, der Bruder, ist mit Madonna zerstritten. Was ungünstig für ihn ist. Zum einen ist er bis zum Geschwister-Zwist immer Angestellter seiner Schwester gewesen. Zum anderen verfügt er, anders als sein Schwager Guy Ritchie, über kein nennenswertes Privatvermögen, schließlich hat ihn seine Schwester und Chefin immer kurz gehalten. So ist denn das Buch, das in den USA und in Großbritannien im Sommer zum 50. Geburtstag Madonnas erschien (nettes Geschenk!) und sogleich die Bestsellerlisten erklomm, für Ciccone Geldquelle und Therapie zugleich. Die Einkünfte und die Erleichterung, die die Niederschrift eines solchen Klagebuchs mit sich bringen dürfte, seien ihm gegönnt, er hat gelitten. Und hat es nicht anders gewollt. 27 Monate jünger als Madonna ist Christopher, 48 Jahre alt also und tief verstrickt in die Abhängigkeit von Madonna. «Ich wurde als Sohn meiner Mutter geboren, aber ich werde als Bruder meiner Schwester sterben», schreibt er. «Ich werde mich nicht länger gegen die Wahrheit sperren, denn letzten Endes bin ich aufrichtig stolz, dass Madonna meine Schwester ist und immer sein wird.» Kurz und gut: Dem Mann ist nicht zu helfen.

Gemeinsam mit sechs weiteren Geschwistern wachsen die beiden Ciccone-Kinder in Rochester im US-Staat Michigan auf, wortkarg und streng regieren der Vater und die Stiefmutter die Truppe. Madonna, die Temperamentvolle, nimmt den musikalischen, aber antriebslosen Christopher mit zum Ballett. Er ist dreizehn und dankbar für die Aufmerksamkeit der Schwester, sie ist ehrgeizig, und in ihrem Kurs fehlt ein männlicher Tänzer. Später, als Madonna Modern Dance studiert, führt sie ihn in eine Schwulenbar, was ihm die Augen öffnet für die eigene Homosexualität. Seine Unschuld verliert Christopher auf dem Rücksitz eines Wagens im Autokino. Sehr komisch seine vergleichende Anmerkung zu diesem Vorfall: «Zufälligerweise hat Madonna ihre Unschuld auch an einen Typen namens Russell verloren - und auch auf dem Rücksitz eines Autos. Offensichtlich haben wir nicht nur fast identische Gene, sondern auch unsere Schicksale gleichen sich. Aber auch hierbei übertraf sie mich, denn ihr erstes Mal fand in einem Cadillac und nicht in einem Datsun statt.»

Das Datsun-Leben des Christopher Ciccone

Trübselig geht es weiter im Datsun-Leben des Christopher Ciccone, das aus seiner Sicht voller Ungerechtigkeiten steckt. Immer steht er im Schatten der majestätischen, planvoll agierenden Schwester, ein Loser und doch ein Liebender, der um die Zuneigung der Verehrten bettelt und sie nur in homöopathischen Dosen bekommt. Zum Leben zu wenig, zum Hassen zu viel. Weil Madonna sagt, Tänzer könne man nur in New York werden, zieht er wie sie nach New York. Er ist ihr Background-Tänzer, als sie ihre erste Single vorstellt, er wird auf Tourneen ihr Garderobier, er wischt ihr bei den Kostümwechseln den Schweiß vom Körper, er sammelt ihre abgelegte Unterwäsche ein. Später, als er immerhin als Regisseur für eine ihrer Shows zuständig ist, spuckt sie ihm aus alter Gewohnheit ihr Hustenbonbon in die Hand, bevor sie auf die Bühne geht. Nie wird er ausreichend bezahlt, nie schläft er in angemessen luxuriösen Hotelzimmern. Und immer ist er da, wenn die Schwester ruft. Über viele Jahre richtet er Madonnas Häuser ein, unterbezahlt natürlich, doch mit Begeisterung.

Beim Geld hört die Liebe auf, immer

Als Guy Ritchie in Madonnas Leben tritt, beginnt die stabil-ungleiche Bruder-Schwester-Beziehung ernsthaft zu kriseln. Wenn man Ciccone glauben darf, dann verachtet Ritchie, der Macker, Homosexuelle und lässt den Schwager diese Verachtung deutlich spüren. Madonna wiederum verachtet das Partyleben des Bruders und seinen Hang zum Kokain, will ihn wegen angeblicher Unzuverlässigkeit nicht weiter als Innenarchitekten beschäftigen. Als Ritchie und Madonna im Dezember 2000 auf dem schottischen Schloss Skibo heiraten, bekommt der Bruder das Dienerzimmer zugewiesen und keine Suite. Die Kosten für das Flugticket zieht die große Schwester ihm vom letzten Inneneinrichtungs-Honorar ab. Beim Geld hört die Liebe auf, immer.

Die Jahrzehnte mit Madonna, schreibt Christopher Ciccone therapiegeschult, seien für ihn ein großes Abenteuer und ein enormer Lernprozess gewesen. Eine der wichtigsten Lektionen laute: «Wenn man mit einem Familienmitglied Geschäfte macht, sollte man immer einen Vertrag abschließen.»

Es ist eine böse Pointe, dass Madonna, die Frau, die dem Bruder immer weit voraus war, sich scheiden lässt, kaum dass sein Buch über sie auf dem Markt ist. Er schreibt: «In diesem Jahr ist meine Schwester fünfzig geworden. Ich hoffe und glaube, dass sie noch viele Jahre im Showbusiness vor sich hat und dass ich bis zum Ende da sein und applaudieren werde. Außerdem glaube ich, dass Guy auch da sein wird.» So kann man sich täuschen.

Christopher Ciccone: «Meine Schwester Madonna und ich»; 352 Seiten, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, 19,90€.

Mit freundlicher Genehmigung aus der «Berliner Zeitung»

Donnerstag, 23. Oktober 2008

John McCain - ein miserabler Verkäufer

Die Steuerversprechen von John McCain stellen die Mittelschicht besser als die Pläne seines Konkurrenten Barack Obama. Dumm nur, dass diese das gar nicht mitbekommt.

In John McCains Wahlkampf läuft so vieles schief, dass es geradezu überrascht, dass er in den Umfragen nicht noch deutlicher hinter seinem demokratischen Gegner Barack Obama herhinkt. Wie kann es zum Beispiel sein, dass der Republikaner McCain beim Thema Steuerpolitik - einem der Kompetenzfelder seiner Partei - auf ganzer Linie so ausmanövriert wurde?

Beide Präsidentschaftskandidaten haben komplexe Programme zur Steuerpolitik vorgelegt. Sich ständig wandelnde Grundlinien - mit oder ohne Ausweitung der von Präsident George W. Bush verordneten Steuersenkungen, mit oder ohne Korrektur der alternativen Mindeststeuer - lassen die Verwirrung nur noch wachsen. Und weil die Wähler die Einzelheiten nicht verstehen, wägen sie Wahlparolen gegeneinander ab. Obama etwa verspricht Steuersenkungen für 95 Prozent aller erwerbstätigen Familien. McCain fordert dagegen, dass auch für die Reichen die Steuern gesenkt werden. Dreimal darf man raten, wer hier punktet.

Eine Tatsache scheinen die meisten Amerikaner allerdings übersehen zu haben: Unter einem Präsidenten McCain erhielte der typische US-Haushalt mehr Steuererleichterungen als unter einem Präsidenten Obama.

Die McCain-Kampagne schläft

Grob gesagt schlägt McCain vor, Bushs Steuersenkungen beizubehalten. Obama dagegen plant enorme Steuererhöhungen für Personen, die mehr als 250.000 $ pro Jahr verdienen, um am unteren Ende Steuern kürzen und Subventionen anheben zu können. Bei Obamas Konzept werden Haushalte mit mittlerem Einkommen zwar etwas besser gestellt - aber auch nur, wenn man den Effekt von McCains Plänen für die Gesundheitsfürsorge außen vor lässt. Aber warum sollte man das tun? McCain möchte die steuerfreien Jahre für die vom Arbeitgeber bereitgestellte Krankenversicherung abschaffen und sie durch einen erstattungsfähigen Kredit von 5000 $ ersetzen. Obama sagt, die Krankenversicherung für eine Familie könnte jährlich 12.000 $ kosten. Und Familien, die sich selbst versichern, stünden um 7000 $ schlechter da. Das ist allerdings nicht korrekt.

Richtig ist, dass der Kredit für die Gesundheitsfürsorge längerfristige Konsequenzen mit sich brächte - einige davon wünschenswert, andere nicht. Der feste Wert des Kredits gibt den Steuerzahlern einen Anreiz, eine billigere Krankenversicherung zu wählen. Das ist eine positive Folge, weil sie die Inflation im Gesundheitswesen eindämmen würde.

Weniger wünschenswert ist, dass gesunde junge Arbeitnehmer sich womöglich gegen eine vom Arbeitgeber angebotene Krankenversicherung entscheiden. Der Grund: Sie erhielten im Gegenzug mehr Lohn, weil sie privat eine billigere Versicherung finden könnten. Damit würde der Mitarbeiterpool des Arbeitgebers risikoreicher, die Prämien würden steigen. Manche Arbeitgeber könnten versucht sein, gar keine Krankenversicherung mehr anzubieten, und die Arbeitnehmer mit höherem Risiko hätten das Nachsehen.

Ein weiterer Makel des McCain-Plans besteht darin, dass die steuerlichen Sparanreize nicht mit angemessenen Deckungsmaßnahmen einhergehen. Dennoch: Als direkte Folge sinken die Steuern für Haushalte mittleren Einkommens bei McCains Vorhaben stärker als nach Obamas Plan. Es ist komisch, dass McCains Kampagne nicht auf dieser Tatsache herumreitet.

Der Republikaner hat nicht nur verschlafen, diesen Aspekt richtig zu verkaufen. Er hatte auch der Behauptung seines Widersachers, "reiche Unternehmen" könnten es sich leisten, mehr zu bezahlen, kaum etwas entgegenzusetzen. Unternehmenssteuern werden letztlich von Menschen bezahlt - in Form geringerer Löhne, höherer Preise und niedrigerer Dividenden auf ihre Pensionsvorsorgepläne. Es geht nicht nur darum, dass die Unternehmenssteuern in den USA im internationalen Vergleich hoch sind und dies negativ für das Investitions- und Beschäftigungsklima ist. Sondern darum, dass diese Last auf den gewöhnlichen Amerikaner zurückfällt. Vielleicht fällt es McCain schwer, darauf hinzuweisen, weil er zuletzt das Augenmerk stark auf die Gier der Firmen gelegt hat.

Steuern hoch statt Steuern runter

Wenn also McCain Obama in einem schlechten Licht erscheinen lassen möchte, dann tut er es nicht überzeugend. Obama will in der Tat für 95 Prozent der erwerbstätigen Familien die Steuerlast senken. Aber anstatt zu sagen: "Nein, tut er nicht", hätte McCain auch sagen können: "Seht euch an, wie sich seine Veränderungen auf den Grenzsteuersatz auswirken, sowohl am unteren Ende der Einkommensskala (wo die Leistungen reduziert werden) als auch am oberen Ende." Anstatt zu sagen: "Er will eure Steuern erhöhen", hätte er sagen können: "Seine Ausgabenpläne werden ihn zwingen, eure Steuern zu erhöhen."

Es ist überraschend, wie viel Boden McCain beim Thema Steuern preisgegeben hat. Angesichts der Kosten, die für die Rettung der Finanzbranche anfallen, mag die gesamte Debatte ohnehin müßig erscheinen. Aber letztlich bleibt die Tatsache, dass er Familien mit mittlerem Einkommen - und nicht nur den Reichen - größere Steuersenkungen bietet als Obama. Aber offenbar wissen die das gar nicht.

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Haftstrafen im Giftmüllskandal in der Elfenbeinküste

ABIDJAN: Wegen des tödlichen Giftmüllskandals in der Elfenbeinküste vor zwei Jahren sind zwei einheimische Verantwortliche zu 20 und fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sieben Angeklagte wurden freigesprochen. Ein von einem internationalen Konzern gechartertes Schiff hatte im August 2006 mehr als 500 Tonnen Giftmüll in die Millionenstadt Abidjan gebracht. Infolge der Umweltvergiftung starben 17 Menschen, mehr als 100.000 mussten ärztlich behandelt werden. Im Februar 2007 zeigte sich der Konzern bereit, 152 Millionen Euro für eine Entschädigung der Opfer zu zahlen.

Roma verlassen Italien zu Tausenden

Harte Massnahmen zeigen Wirkung - Seitdem die italienische Regierung illegale Einwanderung und Kriminalität verstärkt bekämpft, haben 12'000 Roma Italien verlassen. Sie ziehen nach Spanien, Frankreich und in die Schweiz.

Dies berichtete der italienische Innenminister Roberto Maroni gemäss Medienangaben. Der Minister lässt zurzeit eine umstrittene Zählung der in Behelfssiedlungen lebenden Roma durchführen. Demnach leben 12'346 Roma in 167 Behelfssiedlungen, darunter 5436 Minderjährige. 124 Siedungen seien illegal, sagte Maroni.

Der Rest der Siedlungen sei zwar autorisiert, sie würden jedoch nicht den hygienischen Standards entsprechen. Der Minister versicherte, dass die Roma, die Recht auf Aufenthalt in Italien haben, in Siedlungen mit angemessenen Standards wohnen werden. Diese sollen in Übereinstimmung mit den Lokalbehörden errichtet werden. Die illegalen Siedlungen sollen hingegen geräumt werden.

Teil der Massnahme gegen Straßenkriminalität

«Wir wollen für die Roma Siedlungen errichten, die in ganz Europa zum Musterbeispiel werden sollen», sagte der Minister. Er wies erneut den Vorwurf zurück, dass die in den vergangenen Monaten durchgeführte Zählung der Roma eine Initiative mit rassistischem
Hintergrund sei. Die Zählung, die in Europa Proteste ausgelöst hatte, sei nicht auf ethnischer Basis erfolgt.

Mit der Zählung will die Mitte-Rechts-Regierung unter Silvio Berlusconi illegal Eingewanderte aufspüren und abschieben und das Leben der legal in den Behelfsunterkünften lebenden Bewohner verbessern. Die Massnahme sei Teil der Bemühungen der Regierung, die Strassenkriminalität zu bekämpfen, wie es hiess.

"Massenerniedrigung", "Zwangs-Strip" Peepshow am Flughafen

Eine Welle der Empörung richtet sich gegen die Nacktscanner-Pläne der EU-Kommission. Die Bundespolizei will die Geräte bis Jahresende testen.

Der EU-Kommission schlägt wegen Plänen zum Einsatz von "Nacktscannern" an Flughäfen eine Welle der Empörung in Deutschland entgegen. SPD, FDP, Grüne und Linke im Bundestag warnten am Donnerstag vor einer grundgesetzwidrigen Verletzung des Intimsphäre. Die Bundespolizei wird voraussichtlich Ende des Jahres im Labor erste Tests der strittigen Durchleuchtungsmethode vornehmen. Vorerst werde das Gerät an keinem Flughafen zum Einsatz kommen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Das Europaparlament verlangte von der EU-Kommission drei Monate Bedenkzeit und eine weitere Prüfung der Auswirkungen.

Pläne unter der Gürtellinie

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, findet das Vorhaben der Kommission "in jeder Beziehung fragwürdig und unverhältnismäßig". "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir dem zustimmen können", sagte Wiefelspütz dem Internetportal Handelsblatt.com. "Die Intimsphäre eines Menschen muss geschützt bleiben." Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) müsse Position beziehen: "Wir wollen wissen, was das Ganze soll."

Der Innenexperte der FDP-Fraktion Max Stadler sagte: "Was zu weit geht, geht zu weit." Die Methode überschreite alle Schamgrenzen und dürfe in Deutschland nicht eingeführt werden. Der Grünen-Experte Wolfgang Wieland erklärte: "Dieser elektronische Zwangs-Strip für alle Fluggäste verletzt den Bereich der Intimsphäre nicht nur, er hebt ihn auf." Plastiksprengstoff sei bislang auch ohne "Massenerniedrigung der Passagiere" entdeckt worden. Für Ulla Jelpke von der Linksfraktion gehen die Pläne unter die Gürtellinie: "Ein Flughafen ist kein FKK-Strand, und Flugpassagiere sind keine Akteure einer Peepshow."

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) versicherte, die Intimsphäre der Reisenden werde gewahrt bleiben. Der Kontrolleur am Bildschirm werde die zu überprüfende Person nicht direkt sehen können. "Damit wird ausgeschlossen, dass das Bild der Person direkt zugeordnet werden kann", erklärte Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Europaparlament fordert Bedenkzeit

Laut Bundespolizei sollen in Deutschland zunächst im Labor Gesundheits- und Sicherheitsaspekte sowie mit Hilfe externer Experten rechtliche Fragen geklärt werden. "Erst wenn klar ist, ob dieser Scanner unseren Anforderungen entspricht, wird über einen Praxistest entschieden", sagte Sprecher Jörg Kunzendorf in Potsdam.

Das Europaparlament in Straßburg forderte die EU-Kommission in einer Entschließung auf, in drei Monaten die möglichen Auswirkungen auf Persönlichkeitsrechte und Gesundheit zu prüfen. Das Parlament ist grundsätzlich nicht gegen die Nacktscanner: Ein Antrag der Liberalen zum Verzicht auf das Projekt fand keine Mehrheit. Besorgt sind die Abgeordneten in erster Linie darüber, dass die Kommission das Vorhaben "durch die Hintertür" ohne Diskussion einführen könnte. Dieses "äußerst heikle Thema" betreffe die Grundrechte der Bürger und erfordere deshalb eine "umfassende und offene Diskussion mit Fluggästen auf EU- und einzelstaatlicher Ebene", hieß es.

Ganzkörper-Scanner, die Passagiere bis auf die Haut durchleuchten, werden bereits auf Flughäfen in Amsterdam, Zürich und London getestet. Auch in den USA sind sie im Einsatz, um beispielsweise Keramikmesser oder Plastiksprengstoff zu finden.

Bei der neuen Technik entsteht mit Hilfe elektromagnetischer Strahlen ein dreidimensionales Bild, auf dem der Fluggast ohne Kleidung erscheint. Alle am Körper befestigten Gegenstände werden sichtbar, auch versteckte Waffen. Zu sehen sind zum Beispiel aber auch Prothesen.